Zwerge, Kapitel 22
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Auf der Schwelle nach Achtgipfel
- Gebiet: Schwarzfels
- Ort: Gavs Eidträger
Öffentliche Quests
- bitte ergänzen
Geschichte
Überall war das Scheppern von Stahl auf Stahl zu hören. Grodrun Goldschläger reckte das Kinn angriffslustig vor, als er in das Meer aus tobenden Grünhäuten vor ihm watete. Aus der Ferne riefen die Spitzen der acht Berge, von denen Karak Achtgipfel seinen Namen erhalten hatte, nach ihm und nach all seinen Eidträger-Gefährten. „Ein Vormarsch ist sinnlos, Langbart“, vernahm Grodrun plötzlich ein gurgelndes Flüstern irgendwo unten zu seiner Linken. Grodrun sprang zurück und schlug nach einem rasenden Schwarzork zu seiner Rechten. Der Unheilsverkünder durchdrang spielend die Stahlrüstung des Orks und blieb in dessen Rückgrat stecken.
Als er sicher war, dass der Ork nicht mehr lebte, wandte sich Grodrun dem Zwerg zu, der gesprochen hatte. Es war Damomir Bedriksson, ein Maschinist aus Kazanin Runenmachers Klan. Ein halbes Dutzend klaffender Wunden von den Spaltaz der Orks bedeckten seine Brust und Schenkel. Grodrun sah, dass er dem Tode nahe war. Grodrun gestattete sich eine kurze Pause und kniete neben dem gefallenen Zwerg nieder, während die Schlacht um ihn herum weitertobte. Damomir hustete eine volle Minute lang, Blut tropfte in den braunen Staub zu Grodruns Füßen. Dann griff er Grodrun am Arm und zog ihn zu sich heran. Er flüsterte heiser in sein Ohr: „Wir werden es nie bis Achtgipfel schaffen. Es sind dreimal mehr Orks da, als wir dachten. Ihre Festung führt bis zum Gipfel des Berges hinauf, und wir werden jeden Zentimeter des Weges gegen eine endlose Horde dieser Bestien kämpfen.“
Grodrun nickte zustimmend. Die Eidträger waren in einer üblen Situation. Sie waren in der Unterzahl und konnten sich nicht gegen die Grünhäute wehren, während sie sich gleichzeitig die steilen Berghänge hinaufkämpften. Dutzende hatten bereits ihr Leben verloren, indem sie von den schroffen Felsen und baufälligen Seilbrücken fielen, die den Zugang zu den oberen Teilen der Grünhaut-Bergfestung bildeten. Damomir fühlte die wachsende Unsicherheit in seinem Kameraden und argumentierte weiter: „Selbst wenn wir den Gipfel erreichen sollten ... wir wären völlig erschöpft. Und damit wären wir eine leichte Beute für dieses Monster, das sie Grollmacher nennen. Kehrt nach Karaz Drazh zurück und bezieht dort Stellung!“
Grodrun tupfte das Blut von den Wunden des Maschinisten und wünschte, ein Runenpriester wäre da. „Du hast ja recht, alter Freund. Für das hier reicht unsere Kraft nicht ... noch nicht. Weitere Eidträger sind im Anmarsch. Wenn wir nur unser Lager gegen diese Schlächter halten könnten, könnten wir es später erneut versuchen.“ Damomir gab keine Antwort. Seine Augen starrten leer gen Himmel, und seine gequälten Atemzüge waren erstorben. Grodrun drückte die Augenlider des toten Zwerges zu und nahm ihm den Unheilsverkünder aus der Hand. Langsam erhob er sich, eine Träne aus seinem Auge wischend.
„Eidträger!“, rief Grodrun, „Rückzug zum Lager! Brecht den Angriff ab!“ Während die Zwerge sich nun kämpfend zurückzogen, blickte Grodrun hinauf zum Gipfel des Berges. Dort oben stand der Grollmacher. Er war ein wahrhaft riesiger Ork, größer als jeder andere Ork, den Grodrun bis dahin gesehen hatte. Während er zusah, wie seine Orks die Eidträger aus seiner Festung trieben, hob er seine Arme und röhrte ein lautes „Waaagh!“ Grodruns Augen verengten sich zu Schlitzen, und brennender Hass wallte in seiner Brust auf. „Bald ist es so weit, du Monster, bald. Jetzt ziehen wir uns zwar zurück, aber wir kommen wieder. Ich schwöre bei der Seele eines jeden edlen Eidträgers, der heute hier sein Leben ließ ... wir kommen wieder.“