Zwerge, Kapitel 2

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Verteidiger bei der Rothammer-Kneipe

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Geschichte

Fimki Grimgirsson starrte zum Horizont. Seine schiefergrauen Augen entdeckten eine kleine grüne Gestalt, die sich langsam in der Ferne bewegte. Er holte tief Luft, als er den Hammer seiner Muskete spannte und zielte. Der Musketenschütze stieß den Atem aus, als er den Abzug betätigte. In der Ferne zerbarst ein Goblin in mehrere Teile. Fimki lächelte zufrieden - etwas, wozu er in diesen harten Zeiten nur selten Grund hatte.

Die vereinten Streitmächte der Eidträger und der Zwerge des Bitterstein-Klans hatten sich den Grünhäuten in der Bitterstein-Mine mehr als gewachsen erwiesen. Die Zwerge hatten die meisten der eingedrungenen Orks und Goblins vertrieben und jetzt damit begonnen, das Land um die Mine herum zurückzuerobern, das die Zwerge Ekrund nannten. Auch wenn jetzt wieder das Klingen von Spitzhacken auf Stein in den zerklüfteten Schluchten und von den bewaldeten Hängen widerhallte, war die Schlacht doch noch längst nicht geschlagen. Die Orks waren von der Ankunft der Eidträger überrascht worden, aber sie waren in ganz Ekrund und auf dem nahegelegenen Bluthornberg bereits dabei, sich neu zu formieren.

In der Zwischenzeit stand in der Rothammer-Kneipe auch nicht alles zum Besten. Einst, in den Tagen, als die Zwerge noch in Ekrund geherrscht hatten, war die Kneipe eine beliebte Eisenbahnstation gewesen. Als die Grünhäute einmarschierten, hatten sie an mehreren Stellen die Schienen demoliert. Nachdem die Zwerge die Kontrolle über die Bitterstein-Mine zurückgewonnen hatten, entsandte General Eisenmähne eine Kompanie von Maschinisten zu der Kneipe, um die Schienen zu reparieren und die Taverne wieder funktionsfähig zu machen. Nachdem die Züge wieder fuhren, konnten die Erzlieferungen aus der Mine verdoppelt werden. In der Zwischenzeit wirkte frischer Nachschub an Bier Wunder für die Moral der leidgeplagten Zwerge.

Ein Regiment von Musketenschützen unter dem Kommando von Olfgrom Rothammer erhielt den Auftrag, die Maschinisten bei ihrer Arbeit zu beschützen. Olfgrom war ein direkter Nachfahre von Droki Rothammer, dem Gründer der Kneipe, und der General wusste, dass der alte Zwerg voller Stolz alles dransetzen würde, die Rothammer-Kneipe wieder zum Laufen zu bringen. „Guter Schuss, Fimki!“, bellte Olfgrom von der Terrasse der Kneipe herüber, den Krug salutierend erhoben. „Wie ich hörte, hat der alte Mordrin eine Mannschaft zur Ahnenwacht geschickt, um das Wasser auszupumpen. Am Grund gibt es so viel Erz, dass sie es mit bloßen Händen aus dem Fels klauben können!“

„Hmpf!“, grummelte der alte Musketenschütze als Antwort. „Noch mehr Erz, um es diesen Eidträgern in den Hals zu schieben, und wir müssen zusehen, wie sie es zum Weltrandgebirge karren, ohne dass auch nur irgendwas dabei rauskommt.“ „Trink noch ein Bier und hör auf zu meckern. Davon tut mir der Schädel weh. Gibt es schon irgendeine Spur von der Verstärkung aus Bitterstein?“ „Nein“, antwortete Fimki verdrossen und behielt dabei einen weiteren Goblin im Blick, der hinter einer Felsnase in der Ferne hervorlugte. „Aber die Jungs sollten sich beeilen - ich hab fast keine Munition mehr.“

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