Zwerge, Kapitel 1

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Angriff auf die Bitterstein-Mine

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Geschichte

Die Zwergen-Kanonen dröhnten und das donnernde Geräusch hallte in der riesigen unterirdischen Kammer wider. Auf der entgegengesetzten Seite der großen Schlucht, die die steinerne Höhle teilte, wurde ein Dutzend Orks, grünen Schleim versprühend, in Stücke gerissen. Ein weiteres Dutzend stürmte vorwärts, um deren Platz einzunehmen, und die Grünhäute antworteten mit einer Salve Felsbrocken aus ihren Steinschleudaz auf die Attacke. Überall in der Bitterstein-Mine kämpften die Zwerge gegen ihre verhassten Feinde. Die Orks hatten zwar auch zuvor schon angegriffen, aber niemals in solcher Zahl.

Nach jahrelangen Kämpfen zur Verteidigung der alten Feste schien es jetzt, als wäre der Bitterstein-Klan nun doch dem Untergang geweiht und die Mine würde schließlich erneut in die Hand der Grünhäute fallen, wie es vor Jahrtausenden schon einmal geschehen war. Plötzlich schallte ein lauter Schrei durch die Mine: „Für den Hochkönig!“ Agmar Steinmähne hob eine Hand, um die Kanonen zum Schweigen zu bringen. Das Geräusch, das er gehört hatte, war das einer großen Schar von Zwergen, und zwar von weitaus mehr Zwergen, als sich zurzeit in der Bitterstein-Mine aufhalten sollten. Ein Dutzend in unbekannte Uniformen gekleidete Zwerge stürmte in die riesige Minenkammer. Agmar sah mit ungläubigem Staunen, wie die Neuankömmlinge zur Kante rannten, Feuerwaffen zogen und die Orks und Goblins auf der anderen Seite der Schlucht mit einem Kugelhagel niedermähten. Als die Schlacht vorüber war, trat Agmar auf die Neuankömmlinge zu, immer noch unsicher, ob er das, was er gerade gesehen hatte, tatsächlich glauben sollte. „Ich bin dankbar für eure Hilfe, meine Freunde, aber ... wer seid ihr eigentlich? Eure Uniform ist mir unbekannt. Von welcher Feste mögt ihr wohl stammen? Und warum seid ihr hierher nach Bitterstein gekommen?“ Einer der Zwerge trat vor, um zu antworten: „Ich bin General Rordin Eisenmähne von den Eidträgern, und wir sind hier auf Befehl des Hochkönigs, um so viel von euch abgebautes Erz wie möglich zu holen und es nach Karaz-A-Karak zu bringen.“ Agmar wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Erz haben wir wohl genug, aber zunächst müssen die Minen gesichert werden.

Diese verblödeten Orks und Goblins kriechen ja aus allen Ecken und Winkeln.“ „Jawohl“, antwortete der General. „Dann also eins nach dem anderen.“ „Da wäre noch etwas“, sagte Agmar leise. „Die Zwerge vom Bitterstein-Klan haben seit Jahren um die Rückeroberung dieser Mine gekämpft und viele haben ihr Leben verloren. Das Erz bedeutet uns sehr viel und der Hochkönig ist weit von hier entfernt. Der Erbe der Bitterstein-Mine ist Mordrin Bitterstein. Nur ihm steht diese Entscheidung zu.“ Der General blickte Agmar lange und eindringlich an. Dann erhob er seine Stimme und sagte: „Ja, mein Ahnherr kannte Mordrins Vater, Durak Bitterstein. Er war ein äußerst ehrenwerter Zwerg.“ General Eisenmähne reckte seine Waffe in die Luft und sprach mit lauter, dröhnender Stimme, damit ihn auch alle gut hören konnten: „Ich schwöre beim Barte meines alten Vaters, dass die Eidträger den Zwergen des Bitterstein-Klans helfen werden, die Feste zurückzuerobern, die ihr rechtmäßiges Erbe ist, sowie alle Berge, die zu ihrem Gebiet gehören!“ Die versammelte Kompanie brach in lauten Jubel aus und schlug zur Bekräftigung mit ihren Hämmern auf den Boden. „Und ich“, antwortete Agmar, „ich werde Mordrin Bitterstein eine Nachricht übersenden und ihm von eurer Ankunft in seiner Feste berichten. Er ist draußen in den Hügeln auf der Suche nach dem Kriegslager, von dem diese verdammten Grünhäute kommen. In der Zwischenzeit werden die Zwerge der Bitterstein-Mine an eurer Seite kämpfen, und gemeinsam werden wir das grüne Gezücht ein für alle Male aus diesen Hallen verjagen!“ Weiterer, noch lauterer Jubel folgte. „So“, sagte der General, „dann kümmern wir uns jetzt mal um die Grünhäute!“

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