Georgia Nelson
Aus WARWiki
Hast du irgendwelche inoffiziellen Titel?
- Das wilde Kätzchen (oder das wilde Kampfkätzchen, je nachdem, was geschrieben cooler aussieht!)
Was sind deine täglichen Aufgaben?
- Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Implementation von serverseitigen Community-Systemen für Gilden und soziale Netzwerke. Ich bin ein äußerst sozialer Spieler und verweigere ein Spiel, bei dem ich nicht in einer sehr aktiven Gilde mit viel Chat bin. Von daher passt meine Arbeit sehr gut zu dem, was mir an MMOs gefällt. Ich habe auch ein bisschen an der Benutzeroberfläche mitgearbeitet, wenn ich mal aus meinem Server-Loch herauskriechen durfte. Ich glaube, das verunsichert und verwirrt die Leute, also hänge ich es nicht an die große Glocke.
Wie sieht dein Hintergrund aus? Welche Schule hast du besucht? Was für einen Abschluss hast du? Was war dein erster Job nach der Schule? Wie lange bist du schon bei Mythic?
- Ironischerweise habe ich meinen Bachelor-Abschluss in Französisch mit Informatik als Nebenfach gemacht. Das bringt die Leute durcheinander, also arbeite ich jetzt an einem Abschluss, der mit meinem Beruf verbunden ist. Letztes Jahr habe ich mit meinem Master-Abschluss in Software-Engineering angefangen. Ich sollte irgendwann im nächsten Winter fertig werden, falls ich nicht vorher in 20-seitigen Referaten ertrinke. Mein erster Job nach der Schule war bei einer Software-Entwicklungsfirma namens Infinite Technology in Raleigh, North Carolina, die es leider nicht mehr gibt.
- Ich habe früher die "Drunken Friar"-Webseite betrieben und war Teamleiterin für die Ordensbrüder, als Dark Age of Camelot von EA Mythic veröffentlicht wurde. Die "Drunken Friar"-Webseite ist einigen Leuten bei EA Mythic ins Auge gefallen und ich bekam kurz nach dem Untergang von Infinite Technology ein Vorstellungsgespräch. Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem mich Jeff Hickman anrief, um mir die Stelle anzubieten (ungefähr 12 Stunden nach dem Vorstellungsgespräch). Ich habe den Hörer abgenommen, mir sein Angebot angehört, ihm gesagt, ich bräuchte Bedenkzeit, aufgelegt und aus Leibeskräften geschrieen. Natürlich habe ich ihn zurückgerufen, sobald ich mich wieder beruhigt hatte, und das Angebot angenommen. Einen Umzugslaster, eine Pizza und ein paar Bier später war ich nach Fairfax, Virginia, umgezogen.
- Dies ist mein erster Job in der Spielebranche und hoffentlich auch mein letzter. Ich bin jetzt seit 5 Jahren bei Mythic - die Leute wachsen dir ans Herz und sind für mich zur erweiterten Familie geworden. Ich habe mich hier stark weiterentwickelt, was viele bestätigen können. Sogar meinen Mann habe ich über EA Mythic kennengelernt. Jetzt arbeiten wir zusammen an WAR.
Wann hast du dich erstmals in der Spielebranche zu Hause gefühlt, nachdem dir klar wurde, dass du tatsächlich mit Spielen dein Geld verdienen würdest?
- Mensch, wo soll ich da anfange! Mal sehen... Die ersten paar Monate in diesem Job waren typische Software-Entwicklung, aber ohne dass ich Rock und Bluse tragen musste. Glaubt mir, ich war erleichter, in Jeans und Pulli zur Arbeit gehen zu können! Meinen ersten Eindruck von der Spielebranche als Mitarbeiterin bekam ich, als ich im selben Jahr mit auf die E3 gehen durfte. Als Teenager bin ich immer zum Laden gerannt, um mir die Sonderausgaben meiner liebsten Spielezeitschriften zur E3 zu holen und zu sehen, was los war. Ich erinnere mich noch an das Gefühl, von außen hineinzuschauen. Als ich dann tatsächlich selbst auf der E3 war, wurde mir klar, dass ich jetzt Insider war und einen ganz besonderen Job hatte.
Was reizt dich an Warhammer? Inwiefern ist es perfekt für ein MMO? Welche tollen Sachen aus dem Warhammer-Universum möchtest du umsetzen?
- An und mit Warhammer zu arbeiten, macht einfach Spaß. Die Existenz einer so großen Zahl an Krieg führenden Völkern bildet einen wunderbaren Hintergrund für das RvR-System. Als eifrige Dark Age of Camelot-Spieler habe ich viel RvR gespielt und freue mich wirklich darauf, dass es in der Spielwelt von Warhammer Online noch tiefer verankert sein wird. In WAR geht es um Schlachten und Armeen und ich hoffe, dass die Gildenfunktionen, an denen ich arbeite, es Spielern ermöglichen werden, zusammen ihre Feinde zu vernichten.
Was sind deine Hoffnungen/Ziele für das Spiel?
- Meine größte Hoffnung ist, dass die Gilden- und Sozialmechanik unseres Spiels für die unterschiedlichsten Spielertypen geeignet sein wird und den Spielern die Möglichkeit gibt, sich zu vernetzen und sich auf Kämpfe vorzubereiten. MMOs sind nichts ohne die Spieler. Ich bin davon überzeugt, dass das MMO floriert, wenn die Spieler effektiv miteinander kommunizieren können. Das für die Community-Systeme verantwortliche Team arbeitet wirklich hart daran, die Funktionen bereitzustellen, die eine lebendige Community in unserem Spiel benötigt..
Was beeinflusst dich am meisten bei der Entwicklung? Irgendetwas außer Warhammer?
- Ob ihr's glaubt oder nicht, meine Familie beeinflusst meine Arbeit stark. Meine Mutter ist eingefleischter Dark Age of Camelot-Fan und spielt auf ihrem Server viel RvR. Sie hat jetzt ungefähr 15 Charaktere auf der höchsten Stufe und hat großen Einfluss auf die Art, wie ich Funktionen für Gilden und Allianzen gestalte. Schließlich kann man schlecht Schlachtpläne schmieden und Überfälle organisieren, wenn die Gildenfunktionen nicht ausgereift sind!
Was ist das größte Problem bei derzeitigen MMOs, welches du mit WAR zu beheben hoffst?
- Ich glaube, die zurzeit laufenden MMOs scheitern, wenn es um die Unterstützung für Gilden und die Community geht. In den letzten Jahren hat sich so vieles verändert, das Auwirkungen auf die Interaktionen unter den Spielern hat. Gilden sind nicht mehr nur große Gruppen mit ständigen Chaträumen, sondern Zusammenschlüsse von Spielern, die Geld verdienen, Beute machen und in einer Fantasy-Welt breite Landstriche kontrollieren. Es ist so traurig zu sehen, dass in vielen der heutigen MMOs Unterstützung für die Community fehlt, das Rückgrat des Spiels.
Was sind deine Lieblingscomputerspiele aller Zeiten? Was spielst du momentan? Welches Spiel sollten die Leser spielen, wenn sie es noch nicht getan haben?
- Mein absolutes Lieblingsspiel ist Earthbound (in Japan als Mother 2 bekannt). Dieses Spiel war klasse, und ich war sehr traurig, als ich erfahren habe, dass Nintendo die Nintendo DS-Version nicht für Nordamerika lokalisieren will. Das ist echt fies! Momentan spiele ich ein bisschen World of Warcraft, Everquest2 und Team Fortress 2. Es hängt davon ab, wie ich gelaunt bin und wie viel Arbeit ich für die Uni zu erledigen habe. Ich glaube, meine Dozenten hassen mich heimlich, deshalb die viele Arbeit. Wenn ihr noch nicht Team Fortress 2 spielt, holt es euch! Es ist einer der wenigen Ego-Shooter, die ich in den letzten 10 Jahren gespielt habe, bei denen ich nicht völlig durchdrehe und wild fluche, wenn ich sterbe.
Was für Musik hörst du derzeit?
- Eine Mischung aus Trance und JPop... Genau, ich habe einen irren Geschmack.
Gibt es einen neueren Film, den du gesehen hast, oder ein Buch oder Comic, das du gelesen hast und anderen empfehlen möchtest?
- Ich war von 28 Weeks Later angenehm überrascht. Von dem ersten Film (28 Days Later) war ich nicht allzu beeindruckt, aber letztes Wochenende haben wir 28 Weeks Later ausgeliehen und ich fand ihn wirklich klasse. Ich mag blutrünstige Zombie-Filme, also war das Kinoprogramm diesen Monat genau mein Fall. Ich weiß, es klingt sadistisch, aber ich mag das viele Blut wirklich. Planet Terror ist ein weiterer wirklich guter Zombie-Film schickem 70er-Jahre-Touch.
Möchtest du noch etwas hinzufügen?
- Ich möchte herzliche Grüße loswerden: An meine Mutter, denn ohne sie hätte ich mich auf meinem alten DAOC-Server nicht endlos über RvR-Dramen amüsieren können (ganz zu schweigen von den urkomischen ersten Monaten, in denen ich ständig verrückte Anrufe von ihr bekam und ihr das Spiel erklären musste). An meine Familie, die mich nicht ausgeschimpft hat, als ich sagte, ich würde fünf Stunden weit wegziehen, um mein Geld mit Computerspielen zu verdienen. Und an die wunderbaren Menschen, mit denen ich an den Community-Systemen arbeite, denn ohne sie könnte ich die Arbeit an diesen umfangreichen Funktionen nicht annähernd schaffen.
- Spieleentwicklung macht Spaß, aber sie ist auch harte Arbeit. Du musst mehr tun als nur deine Stunden abzuleisten. Du musst Herzblut hineinstecken. Spiele zu entwickeln ist eine sehr kreative Arbeit, also brauchst du dafür jede Menge Geduld, gute Ideen und Leidenschaft, sonst geht es nicht.
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