Eataine
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Eataine, eine idyllische und ländliche Provinz voller Landhäuser, Weingärten und grüner Hügelketten, ist das Königreich, in welchem die Adligen Ulthuans ihren Sommer verbringen. Der Luxus der großen Anwesen in Eataine wird von keinem anderen Land der Hochelfen übertroffen, ist Eataine doch nicht nur Heimat der größten Poeten, Gelehrten und Krieger der Asur, sondern auch die des Phönixkönigs höchstpersönlich.
Die Quelle von Eataines Reichtum und Ansehen ist Lothern, ein prächtiger Stadtstaat voller Türme aus glänzendem Silber, die aus Plätzen weißen Marmors emporragen. Lothern ist eines der Wunderwerke elfischer Handwerkskunst und keiner seiner Besucher hat es jemals wieder vergessen können. In Lothern befindet sich außerdem der Thron des Phönixkönigs, die Beute, welche sich fest in den Geist Malekiths, des Hexenkönigs von Naggaroth und Erzfeindes der Hochelfen, eingebrannt hat.
Der Krieg zwischen den Hochelfen und ihren finsteren Vettern wird an vielen Fronten ausgefochten, aber die Eindringlinge gewinnen in ihrem unbarmherzigen Marsch auf Lothern langsam an Boden. Erneut haben sich die Schlachtlinien verschoben, während sich Prinz Tyrions Streitkräfte nach Eataine zurückfallen lassen, um sich neu zu gruppieren und Verstärkungen aufzunehmen. Jedoch erwartet sie anstatt der erhofften Ruhepause eine äußerst unerwartete Schlacht.
Während der Hauptteil seiner Armee die Hochelfen bedrängt, geht Malekith anderen finstereren Machenschaften nach. Er fordert eine plündernde Horde Orks und Goblins, welche die Alte Welt heimsuchen, dazu auf, an der Eroberung der Heimatinsel der Hochelfen teilzunehmen. Zusammen mit kleinen Verbänden der Dunkelelfen haben die Grünhäute Bäume des alten Waldes von Avelorn gefällt, um damit marode hölzerne Barkassen zu bauen, mit denen sie ihre Krieger über das innere Meer zur Küste Eataines fahren können, direkt hinter die Linien der Hochelfen.
Als sich die stolzen Krieger der Glanzgarde in die erhoffte Sicherheit Eataines zurückziehen, finden sie stattdessen ihre Länder bereits belagert vor, dringend ihrer Hilfe bedürfend. Während sich die Verteidiger Ulthuans auf die wilden Grünhäute stürzen, überqueren die Dunkelelfen in ihrem Rücken die Grenze und beginnen einen schadenfrohen Raubzug durch die Landschaft.
Vom Sieg beflügelt, stürmen die Druchii nach Eataine und beanspruchen gierig die anfallende Kriegsbeute für sich. Sich ihren dunkelsten Gelüsten hingebend, plündern und brandschatzen die verdorbenen Dunkelelfen voller Willkür das Land. Habgier führt zu kleinlichen Streitereien und verräterischen Handlungen und binnen kürzester Zeit finden sich die boshaften Krieger Naggaroths inmitten alter Rivalitäten wieder, mehr darauf bedacht, sich ihren Teil der Beute zu sichern, als den Sieg im Krieg zu erlangen. Es wird der gesamten gnadenlosen Stärke des Hexenkönigs bedürfen, um seine Truppen für einen endgültigen Schlag auf das Herz der Insel zu ordnen, und diesmal ist er fest entschlossen, den Sieg nicht aus der Hand zu geben, während seine Beute in so greifbarer Nähe ist.
Obwohl sie sich in kaum einer schlimmeren Notlage befinden könnten, stehen die Hochelfen nicht ohne Hoffnung da. Die Ausschreitungen des Feindes haben ihnen wertvolle Zeit beschert und es besteht immer noch die Möglichkeit, den von Malekith verursachten Schaden an den uralten Menhiren rückgängig zu machen, welche die magischen Energien des Mahlstroms bündeln. Wenn das Gleichgewicht der Magie wiederhergestellt werden kann, können die Hochelfen ihre volle Stärke zurückerlangen und den Ausgang der Schlacht zu ihren Gunsten wenden.
Der Hexenkönig hat seinen Angriff auf Ulthuan jahrhundertelang geplant und vorbereitet. Bis jetzt hat sich sein großer Plan genauso entfaltet wie vorgesehen und alles, was noch bleibt, ist, die Hochelfen ins Meer zu treiben und die Mauern Lotherns niederzureißen. Doch selbst jetzt, wo der Phönixthron endlich in Sichtweite ist, gefährdet die Verdorbenheit der Dunkelelfen sein großes Vorhaben. Malekith ist sich darüber im Klaren, dass sich die Hochelfen neu formieren, während sich seine Anhänger darüber in den Haaren liegen, wie man die Beute Eataines am besten untereinander aufzuteilen habe.
Die Zeit der Entscheidung über das Schicksal Lotherns ist gekommen. Die nächste Schlacht könnte jene sein, welche den Krieg unwiderruflich zugunsten der einen oder anderen Seite entscheidet, und diese Schlacht wird auf den Feldern Eataines ausgetragen.