Chaoswüste

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Karte der Chaoswüste
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Die Chaoswüste (auch Umbra Chaotica genannt) liegt weit im Norden des Imperiums der Menschen, fast am Rande der Welt. Man findet sie noch hinter Norsca und der Schwertsee – ein kaltes und trostloses Gelände, in dem wenig wächst und nur die hoffnungslosesten Menschen oder stark mutierte Kreaturen überleben können.

Die Chaoswüste stellt eine Pufferzone zwischen dieser Welt und dem Reich des Chaos dar. Während die Randgebiete der Chaoswüste den tundra-ähnlichen Bedingungen von Norsca und dem Land der Trolle gleichen, ändert sich die Landschaft drastisch, je weiter nördlich man kommt. Überall in der Nähe der Küstengebiete des Chaosmeeres nehmen die Mächte der Verderbnis ihren schädigenden Einfluss. Hier, am Geburtsort der Magie, bläst der Atem der Götter stärker als an irgendeinem anderen Ort der Welt. Von hier aus werden die blasphemischen Versprechen von Macht und Ruhm von den Winden an alle getragen, die sie hören können.

Durch diese Versprechen werden stetig Scharen von Machthungrigen angelockt, die sich bei den Dunklen Göttern anbiedern möchten. Immerhin ist die Chaoswüste der Ofen, in der die größten ihrer Champions geschmiedet und geformt werden. Auf jeden auserwählten Akolythen der Götter, der in die Tiefen der Chaoswüste reist, um die Zustimmung seines Patrons zu erlangen, kommen Hunderte, von denen niemand je wieder etwas sah oder hörte.

Diese vermeintlichen Champions bekriegen sich stets untereinander, da jeder danach strebt, sich durch Eroberungen im Namen seines Gottes zu beweisen. Die trostlose Landschaft ist übersät mit den Zeichen ihrer Eroberungen und Niederlagen. Die makabersten Beispiele sind oft bei entstellten Monumenten für vor langer Zeit gefallene, mächtige Krieger zu finden, denn die Götter sind sowohl wankelmütig als auch unberechenbar.

Hier geschah es auch, dass Tchar'zanek zu seiner vorbestimmten Rolle als Champions des Wandlers der Wege aufstieg. Da er jetzt von der Macht Tzeentchs durchdrungen ist, bereitet sich der mächtige Kriegsherr auf seine bedeutendste Aufgabe vor: Den Untergang des Imperiums im Namen des Rabengottes herbeizuführen.

In einem epischen und blutigen Eroberungskrieg vereinigt Tchar'zanek Hunderte von Norse-Stämmen unter seinem Banner und stellt eine der größten Armeen auf, die jemals die Schwertsee überquert haben. Langsam, aber unaufhaltsam marschiert diese albtraumhafte Heerschar auf das Imperium zu und greift zuerst Nordland an. Ein Sieg folgt dem anderen, und das Kriegsheer aus dem Norden hinterlässt eine Spur der Verwüstung und des Ruins in Ostland, Talabecland und schließlich Reikland.

Karl Franz ist entschlossen, den drohenden Angriff auf seine Hauptstadt abzuwenden, bis Hilfe sie erreichen kann, und plant einen verzweifelten Schachzug. Die Weissagungen der Himmelsakademie haben offenbart, dass der bösartige Champion des Rabengottes seine Macht von einer mächtigen Festungsstadt hoch im Norden, im Herzen der Chaoswüste, bezieht. Der Imperator entsendet den Befehl an die Kommandanten des Greifenordens, mit ihren Streitkräften nach Norden zu ziehen, um diese geheimnisvolle Stadt zu finden und anzugreifen. Sollten sie Erfolg haben, hat Tchar'zanek keine andere Wahl, als seinen Feldzug im Süden aufzugeben und umzukehren, um seine Stadt zu schützen.

Die Soldaten des Ordens, die nach dem anstrengen Kampf um Praag erschöpft sind und nur noch wenig Vorräte besitzen, müssen irgendwie die Kraft finden, in die höllischen Tiefen der Chaoswüste zu marschieren. Sie tragen eine gewaltige Bürde, denn sie sind wahrlich die letzte Hoffnung der Menschheit.

Inmitten der Wüste wird diese bunt zusammengemischte Armee den blasphemischen Legionen des Wandlers der Wege entgegentreten, denn dieser weiß von ihrer Absicht und schreckt vor nichts zurück, um die halb erfrorenen Krieger davon abzuhalten, seine großartige Unvermeidliche Stadt zu finden.

Die Dämonen von Tzeentch sind allerdings nicht die einzigen Gefahren, denn in der Chaoswüste ist nichts gewiss. Selbst die Zeit folgt dort ihren eigenen unsichtbaren Pfaden. Manch einer betritt ein Tal und wandert dort wochenlang, nur um schließlich festzustellen, dass außerhalb des Tals in der Zwischenzeit nur Minuten vergangen sind. Umgekehrt haben sich auch schon Menschen in Bereiche der Chaoswüste gewagt, die bei ihrer Rückkehr außer Staub und Fragmenten keine Spur von ihren Gefährten fanden. Hinter jeder Kurve lauert hier Wahnsinn, Versuchung und Hoffnungslosigkeit, und der Geist unzähliger Männer wurde gebrochen, während sie diesen entsetzlichen Ort durchwanderten.

Selbst diejenigen mit dem mutigsten Herzen und unerschütterlichsten Glauben haben guten Grund, die Chaoswüste zu fürchten. Niemand, der diese unheilvolle Gegend betritt, verlässt sie unverändert. Wer gegen die Versuchungen des Geistes gefeit ist, kann immer noch von den Versuchungen des Fleisches verdorben werden.

Die Männer und Frauen, die derzeit in dieses eisige, trostlose Ödland marschieren, sind sich all dieser Gefahren bewusst. Die meisten von ihnen wissen, dass sie nicht als die gleichen Menschen zurückkehren werden, sollten sie überhaupt zurückkehren. Nichtsdestotrotz marschieren die standhaften Krieger des Ordens weiter, da die letzte Stunde geschlagen hat und sie die einzige Hoffnung für ihre Angehörigen im Süden sind, ihrem unheilvollen Schicksal zu entkommen.

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